Selbständigkeit: Positive und negative Erfahrungen

Der Schritt in die Selbständigkeit ist mit vielen Höhen und Tiefen verbunden. Für viele klingt es erstmal interessant, wenn man sein eigener Chef ist. Allerdings ist nicht immer alles Gold was glänzt und auch die eigene Selbständigkeit hat Schattenseiten. Daher möchte ich an dieser Stelle über die Pros und Contras der Selbständigkeit berichten.

Pro

  • Man ist sein eigener Chef 😉
  • Flexible Zeiteinteilung
  • Bessere Verdienstmöglichkeiten
  • Unabhägigkeit
  • Zielverwirklichung

Das Beste an der Selbständigkeit ist natürlich, dass man sich seine Zeit weitestgehend frei einteilen kann und man keine übergeordnete Instanz hat, die einem vorschreibt, was man zu tun und zu lassen hat. Natürlich muss man sich an Gesetze und Kundenvorgaben halten, aber das ist etwas anderes.

Ein weiterer Anreiz für die Selbständigkeit ist natürlich die bessere Verdienstmöglichkeit. Wobei man natürlich nicht automatisch mehr verdient als ein Angestellter. Ohne Arbeit gibt es auch hier keinen Lohn, und Umsatz ist nicht gleich Gewinn (siehe Contra). Wenn man es aber richtig macht, kann man ganz gut davon leben.

Ein ganz wichtiger Punkt ist aus meiner Sicht die Zielverwirklichung. Denn, es ist einfach schön zu sehen, dass man von seiner Arbeit etwas hat und sich langfristig etwas aufbauen kann. Als Angestellter arbeitet man für seinen Arbeitgeber, d.h. verlässt man die Firma, dann geht es von vorne los. Als Selbständiger kann man sein Unternehmen kontinuierlich ausbauen und den Wert steigern.

Contra

  • Man läuft Gefahr sich zu verzetteln
  • Trennung von Arbeit und Privatleben
  • Schwankende Einkünfte
  • Umsatz ist nicht Gewinn
  • Absicherung
  • Verwaltungsaufgaben

Neben all den postiven Dingen darf man aber die Negativen nicht vergessen. So läuft man z.B. sehr schnell Gefahr sich zu verzetteln, d.h. man hat mehr Projekte und Ideen als Zeit und setzt falsche Prioritäten. Gerade wenn man von zu Hause arbeitet, macht man ab und an Dinge, die eigentlich nach der Arbeit erledigt werden sollten, oder man wird von Freunden und Bekannten belästigt, weil man ja „zu Hause“ ist.

Es ist zudem schwer den Freunden und Bekannten zu erklären, was man macht. Denn eine 1-Mann Firma wird meist nur belächelt. Hier sollte man klar abschalten können, d.h. Anfragen in der Art von „könntest Du mir mal dies und das machen“ einfach ignorieren. Genauso dumme Kommentare. Der Blick auf den eigenen „Urlaubskalender“ und den Kontoauszug tröstet über jeden dummen Spruch hinweg. 😉

Allerdings darf man nicht vergessen, dass natürlich nicht jeder Monat gleich ist und die Einkünfte schwanken. Ebenso bedeutet Umsatz nicht gleich Gewinn, d.h. neben den laufenden Betriebskosten müssen noch Versicherungen, Altersvorsorge und Steuern abgezogen werden. Dies sind alles Dinge, die bei einem Angestellten direkt vom Lohn weggehen. Leider vergessen das viele Anfänger und wundern sich dann, wenn später die Quittung dafür kommt.

Ein weiterer Negativpunkt sind die Verwaltungsaufgaben, wie Rechnungen schreiben, Verträge sichten und die monatliche Buchhaltung. Zwar hab ich selbst die ganzen Steuer- und Buchhaltungsdinge extern abgegeben, man muss sich allerdings trotzdem zu einem gewissen Teil noch darum kümmern. Gerade was Abklärungen mit Auslandsumsätzen etc. betrifft. Hierfür geht viel Zeit drauf und solche Arbeit macht nicht wirklich Spaß.

Fazit

Die Selbständigkeit hate viele Pros und Contras. Wer allerdings bereit ist ein gewisses Risiko einzugehen und diszipliniert arbeiten kann, der kann den Schritt durchaus wagen. Denn, wenn die Pros erstmal überwiegen, möchte man nicht mehr als Angestellter arbeiten. 😉

Grundlage für diesen Beitrag war der Aufruf von Peer, der in seinem Blog zur Teilnahme an der Blogparade über die postiven und negativen Erfahrungen in der Selbständigkeit aufgerufen hat.



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