Sistrix Toolbox: Backlink Modul im Test

Sistrix ToolboxVor einiger Zeit gab es bereits einen ersten Testbericht zur Sistrix Toolbox. In dem Bericht ging es hauptsächlich um die Grundfunktionen der SEO-Toolbox und die zugehörige Oberfläche. In dem aktuellen Testbericht geht es um das Backlink Modul im Detail. Gerade Backlinks sind im SEO-Bereich einer der wichtigsten Faktoren, wenn es um eine gute Suchmaschinenpositionierung geht. Mit dem Backlink Modul lassen sich nicht nur die Links zur eigenen Webseite analysieren, sondern auch diejenigen der Konkurrenz. Ideal also, um neue und passende Backlinks für das eigene Projekt zu finden.

Backlink Überblick

Der Backlink Überblick in der Sistrix Toolbox

Bei Sistrix startet man wie gewohnt mit der Analyse, in dem man im rechten oberen Suchfeld den Namen der zur analysierenden Webseite eintippt. Anschließend gelangt man über die Box „Backlinks“ und den Punkt „Überblick“ in die Übersicht zu den Backlinks auf das Webprojekt. Im Testbeispiel ist dies die Domain chip.de!

Wie man dem Überblick entnehmen kann, zeigt die Toolbox rund 16.000 Links auf chip.de an. Nun, dieser Wert spiegelt alle Links wieder und ist noch nicht ganz so relevant. Die nächste Ebene ist die Zahl der unterschiedlichen Hostnamen. Diese ist mit 3.600 schon deutlich geringer. Was aber auch nicht verwundert. Denn unter „Links“ läuft alles, also ein Link von subdomain.domain.tld/seite1.html und subdomain.domain.tld/seite2.html! Unter Hostname wird nur subdomain.domain.tld erfasst. Noch tiefer ist dann der Domain-Wert mit 3.300 Links, also alles was von domain.tld kommt. Für Google wäre aber auch dieser Wert noch nicht so wichtig. Denn auf einem Server lassen sich problemlos 100 verschiedene Domains einrichten.

Wichtiger sind die verschiedenen IP-Adressen und noch wichtiger die verschiedene Class-C-Netze der IP-Adressen. Ein Server hat immer eine eindeutige IP-Adresse, kommen die Links nun von vielen verschiedenen Servern, ist dies besser. Die Domain chip.de bekommt ihre Backlinks von 2.900 verschiedenen Adressen. Noch tiefer geht man mit dem Class-C-Netz der IP-Adresse. Ist das Netz hier noch unterschiedlich, kommen die Links meist von verschiedenen Hostern und sind somit noch relevanter. Ein Wert von 1.800 ist hier natürlich sehr gut. Nicht umsonst ist chip.de eine sehr gut besuchte Webseite.

PageRank Verteilung

Backlinks und die Verteilung auf Basis des PageRank

Der PageRank hat zwar nicht mehr die Bedeutung, wie einst angenommen, also ein hoher PageRank bedeutet nicht gleich eine gute Platzierung. Er ist aber dennoch eine gute Größe, um die Qualität und den Trust einer Webseite in Zahlen auszudrücken. Backlinks von Seiten mit einem hohen PageRank sind also besser als Links mit einem PR0. Damit aber in der Sistrix Toolbox die Verteilung der Links auf die unterschiedlichen PageRanks angezeigt wird, muss man diese erst über einen Button ermitteln lassen. Die Ermittlung dauert in der Regel ein paar Minuten und man wird per Email informiert, wenn die Werte zur Verfügung stehen. Dann sieht man die Verteilung, wie im Screenshot oben dargestellt.

Die Verteilung nimmt nach unten hin zu. Es gibt so gut wie immer weniger hohe PR Links als niedrige PR Links. Klickt man auf das kleine „+“ Symbol hinter der Anzahl der Links, öffnet sich eine zusätzliche Box, in der die einzelnen Links angezeigt werden und besucht werden können. So kann man sehr schnell sehen, wo der Link auf einer Webseite platziert wurde.

Linktexte und Deeplink-Ratio

Linktexte und die Deeplink-Ratio

Etwas weiter unten in der Übersicht befinden sich die häufig genutzten Linktexte und die Deeplink-Ratio. Die Linktexte geben Aufschluss darüber, welche Texte für die einzelnen Backlinks verwendet wurden. Dies ist vor allem bei Affiliate-Seiten sehr interessant. Dort sieht man sehr schön, welche Keywords die Konkurrenz für ihre Backlinks setzen lassen hat. Im Fall von chip.de sind die Texte aber überwiegend auf chip und chip.de bezogen. Dies ist natürlich kein Nachteil. Viele Brand-Links (Markenname) steigern das Vertrauen von Google in die Webseite.

Die Deeplink-Ratio gibt das Verhältnis von Links auf die Startseite und auf die einzelnen Unterseiten an. Unterseiten sollten auch immer verlinkt sein. Wer nur Links auf die Startseite hat, wird von Google möglicherweise nicht so gut bewertet, wie eine Seite mit einem guten Verhältnis, wie hier bei chip.de, wo 30% auf die Startseite entfallen und 70% auf Unterseiten!

Backlinks und Export

Backlink Liste und Export

In der Liste zu den Backlinks werden max. 5.000 Backlinks in einer Tabelle angezeigt. Diese Tabelle lässt sich nach verschiedenen Kriterien sortieren, z.B. nach dem Sichtbarkeitsindex. Wenn eine Seite mehr als 5.000 Backlinks hat, dann sollte man die Daten allerdings exportieren lassen. Sistrix bietet hier zwei Formate an: CSV oder Excel. In der Datei sind dann alle Infos drin. Also Quelle des Backlinks (Yahoo oder Sistrix), URL, Linktext, Zielseite, Sichtbarkeitsindex, Datum, PageRank und die IP-Adresse.

Entwicklung der Backlinks

Backlink Entwicklung

Ist die zu untersuchende Domain etwas bekannter, oder hat man sie bei Sistrix schon länger in der Überwachung, dann liefert die Toolbox auch noch die historische Entwicklung der Backlinks. Diese lässt sich grafisch darstellen oder auch exportieren.

Hubfinder

Der Sistrix Hubfinder

Der Hubfinder ist etwas schwer zu finden. Hat man nämlich eine Seite in der Analyse, dann ist der Link zum Hubfinder nicht in der rechten Navigation vorhanden. Klickt man hingegen im Hauptmenü auf „Links“, dann taucht der Hubfinder in der rechten Navigation auf. Im Hubfinder kann man Linkhubs suchen, also Seiten, die viele angesehene Seiten eines Themas verlinken und sich somit für das Linkbuilding eignen.

Ergebnisse des Hubfinders

Im Beispiel habe ich nach Hubs zum Suchbegriff „Download“ gesucht. Sistrix listet dann die ersten 10 Treffer bei Google auf und sucht nach Gemeinsamkeiten. Die Ergebnisse sind dann potentielle Linkhubs.

Fazit

Das Backlink Modul der Sistrix Toolbox ist recht umfangreich. Da Sistrix einen eigenen Crawler hat, sind die Daten für die Backlinks auch nicht von Yahoo oder sonstigen Diensten abhängig, die viele andere SEO-Tools benutzen. Die Ermittlung der PageRank-Werte kann allerdings etwas nerven, wenn man viele Projekte analysieren möchte und die Daten noch nicht vorliegen. Hier arbeiten andere Tools schneller, bzw. ermitteln die Werte im Vorfeld und cachen diese. Ansonsten ist das Modul aber klasse und der Hubfinder ist eine gute Basis, um neue Linkquellen zu finden.



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