Was ist der TrustRank?

Vom PageRank hat vermutlich jeder Seitenbetreiber schon einmal gehört. Aber was ist denn der TrustRank und wo liegt der Unterschied zum PageRank? In diesem Beitrag geht es genau um diese Frage, denn das Vertrauen einer Suchmaschine in eine Webseite ist für das Ranking wesentlich wichtiger, als ein hoher PageRank.

Der PageRank ist tot

Der PageRank ist eine von Google entwickelte Kennzahl, die die Gewichtung von Links zu einer Webseite angibt. Hat eine Seite viele eingehende Links, so steigt auch der PageRank. Die Skala reicht hierbei von 0 bis 10. Wobei ein Großteil der Webseiten bei 0 beginnt und nur sehr, sehr wenige Seiten einen PR10 haben.

Hat eine verweisenden Webseiten einen hohen PageRank, so wird dieser auf die Zielseite übertragen. Wer also früher viele Links von Webseiten mit einem PR8, PR7 und PR6 bekommen hatte, der hat auf seiner Seite recht schnell auch einen hohen PageRank erhalten. Und der PageRank war früher ein wichtiger Faktor für die Platzierung bei Google. Mittlerweile hat sich dies allerdings geändert. Denn mit Hilfe von Linkkäufen konnte man seinen PageRank schnell in die Höhe treiben. Was natürlich der Qualität der Suchergebnisse nicht unbedingt geholfen hat. So ist der PageRank relativ unwichtig geworden. Er ist zwar für die Preise beim Linkhandel immer noch eine wichtige Größe, für Google aber wohl eher nicht.

TrustRank in der Theorie

Jetzt kommt der TrustRank ins Spiel. Dieser ist eigentlich auch nicht ganz neu, denn ihn gibt es auch schon seit 2004. Das Konzept wurde von der Uni Standford und Yahoo! veröffentlicht. Ursprünglich ging man hier davon aus, dass man in einem manuellen Verfahren 200 Webseiten als vertrauenswürdig einstuft. Alle Links, die von diesen Webseiten der ersten Ebene ausgehen, werden in der nächsten Ebene 2 als weniger vertrauenswürdig eingestuft, alle Links die von Ebene 2 ausgehen, nehmen im Trust (Vertrauen) weiter ab. Je weiter also eine Seite von der Vertrauensquelle weg ist, desto geringer ist ihr TrustRank.

TrustRank in der Praxis

Nun, dieses Konzept ist zwar in der Theorie denkbar, hat aber in der Praxis etwas andere Faktoren. Die 200 Webseiten sind natürlich eine willkürliche Zahl. Hier kann man davon ausgehen, dass Google und Co wesentlich mehr Webseiten als vertrauenswürdig einstufen und auch der Auswahlprozess einen gewissen Automatismus hat. Das weitere Konzept ist allerdings ähnlich zur Ursprungsidee. Links von vertrauenswürdigen Webseiten zählen mehr, als Links von Spam-Seiten mit einem hohen PageRank. Zugleich ist es auch wichtig auf welche Seiten man verlinkt. Wer vertrauenswürdige Webseiten verlinkt, wird auch als vertrauenswürdig eingestuft. Wer hingegen Spam-Seiten oder sonstigen Crap verlinkt, der verliert an Vertrauen.

Definiert sich der Trust nur über Links? Wohl kaum. Auch der Inhalt einer Seite kann zum Vertrauen beitragen. Wer gezielte und neue Informationen zu einem Thema anbietet, wird mehr Vertrauen gewinnen können, als Seiten, auf denen Informationen nur kopiert oder nachgekaut werden. Wer zudem nach dem First-Mover-Prinzip neue Themen als erster veröffentlicht, wird auch mehr Vertrauen erlangen können.

Rand Fishkin von SEOmoz zu Trust & Authority

Fazit

Die Qualität einer Webseite spielt eine immer grössere Rolle. Ob dies nun die eingehenden Links, die ausgehenden Links oder den Content betrifft. Alle Faktoren müssen genau bedacht werden und hochwertig sein. Backlinks von 100 themenfremden Webseiten haben keinen so großen Einfluss mehr wie früher. Und auch Thin-Affiliate-Webseiten dürften langfristig Probleme bekommen, wenn zwar gute Links vorhanden sind, der Content aber nur dürftig ist.



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