Der Mensch hat seine Bedürfnisse und fast jeder wäre gerne "reich". Sei es reich an Erfahrung oder reich auf dem Bankkonto. Letzteres geht scheinbar im Internet ohne große Probleme, zumindest wenn man den ganzen "Geld verdienen"-Webseiten und Pseudo-Marketern Glauben schenken will. Letztendlich sind die Ratgeber und Anleitungen von vielen Anbietern einfach nur Schrott, der für viel Geld verkauft wird. Sucht man nach dem Begriff Geld verdienen, bekommt man überwiegend wenig vertrauenserweckende Angebote präsentiert. Am schönsten sind die Seiten, wo den Besuchern eine seriöse Heimarbeit versprochen wird. Bei dieser Wort-Kombination sollten eigentlich schon alle Alarmglocken klingeln, denn seriös sind die Angebote meistens nicht.
Seriöse Heimarbeit
Zunächst sollte man sich die Frage stellen, warum steht eine Webseite überhaupt im Netz? Newswebseiten wollen Nachrichten an den Mann bringen und Werbung verkaufen, Shops wollen Waren verkaufen und Download-Portale wollen Software verkaufen. Was wollen Seiten, die eine seriöse Heimarbeit versprechen? Sind das die herzensguten Samariter, die ihr Wissen nur weitergeben wollen, weil sie so gerne helfen? Nein, auch diese Anbieter wollen natürlich Geld verdienen, was grundsätzlich auch nicht verwerflich ist, störend ist nur, wie solche Anbieter ihre Besucher einlullen. Ein paar hohle Phrasen, ein fette Einkommenszahl direkt im Titel der Seite, die natürlich über 10.000 Euro im Monat liegen sollte und ein unschlagbares Angebot. Das sind die Zutaten für eine "seriöse" Seite zum Thema Heimarbeit und Nebenjob.
Pseudo-Marketer
Von wem werden diese Seiten betrieben? Natürlich von "erfolgreichen" Pseudo-Marketern, die ihren Erfolg meistens damit begründen, wie gut sie E-Books verkaufen können. E-Books, die dann zeigen wie man E-Books verkauft. Und derjenige, der das E-Book dann kauft, erstellt sogleich eine neue Seite über seriöse Heimarbeit und verkauft ein neues E-Book, das zeigt, wie er mit dem Verkauf von E-Books viel Geld verdient hat. Nach diesem Modell überschwemmen förmlich immer mehr Schrott-Webseiten das Netz. Natürlich gibt es auch Ausnahmen und Marketer, die wirklich Ahnung von Internet-Marketing haben, aber die Verkaufen meistens keine "Ich-mach-dich-reich"-E-Books und gehen ihr Marketing auch nicht ganz so aggressiv an.
Websiten zum Geld verdienen
Es gibt wenige gute Webseiten, mit denen man Geld verdienen kann. Eigentlich gibt es gar keine Webseite, wo man für 50 Euro etwas kauft und anschließend seinen Job an den Nagel hängen kann. Alle Ratgeber, ob gut oder schlecht, haben eins gemeinsam, es sind nur Ratschläge enthalten, die man erst noch in die Tat umsetzen muss. Und genau an diesem Punkt scheitern mehr als 90 Prozent der Leute, die eine seriöse Heimarbeit suchen. Wenn irgendein Dummbrot mit dem IQ eines Pferdes zuhause Geld verdienen will, dann wäre Häkelarbeit eine seriöse Heimarbeit, aber sicher nicht der Aufbau von erfolgreichen Webseiten. Da sich mit Häkelarbeit aber im Netz nur schwer Geld verdienen lässt, erzählt man diesen Leuten etwas von tollen Paidmailern oder bombensicheren Roulette-Methoden. Erstere sind dazu da, sich seine monatliche Kaugummipackung zu finanzieren, letztere eigenen sich, um die Hartz 4 Bezüge komplett an die Wand zu fahren.
Fazit
Wer effektiv ins Online-Marketing einsteigen will und damit wirklich Geld verdienen möchte, der sollte eine wichtige Grundregel beachten: Nicht nach "Seriöser Heimarbeit" oder "Geld verdienen" googeln! Gute Informationen zum Thema Webseitenaufbau, Blogging und Marketing findet man in der Regel auf Webseiten, die keine Euro-Beträge im Seitentitel haben und das Angebot auch noch länger als 24 Stunden verfügbar ist, und ihnen nicht die letzte Chance zum Reichtum verkauft wird. Ebenso sollte man sich im Klaren sein, dass Geld verdienen auch immer mit Arbeit und Risiko verbunden ist, geschenkt bekommt man nichts und auch der Erfolg fliegt einem nicht automatisch in den Schoß.

Mein Name ist Tobias Selb und ich bin selbständiger Internet-Marketer. Neben meinem Marketing-Blog tobi2.de betreibe ich noch zahlreiche Blogs und andere Webprojekte, wie z.B. das Portal blogtotal.de!
4 comments ↓
Sehr schön Tobi,
wirklich guter Artikel, ich wollte auch schon länger mal etwas dazu schreiben, bin aber irgendwie nie dazu gekommen. Die Arbeit im Internet ist genau so hart wie die herkömmliche Arbeit. Als Selbständiger ist es sogar so, dass man die meiste Zeit selbst und auch ständig arbeitet. Aber das schöne daran ist doch denke ich mal, dass man etwas tut, das einem auch Spass macht.
LG Nathanael
Hi Nathanael,
ich arbeite gern als Selbständiger, eben weil es mir Spass macht. Allerdings gibt es unzählige Leute, die denken, im Netz könnte man mit einer Art magischen Formel ohne Arbeit Geld verdienen.
Viele Grüße,
Tobi
Tobi ... einfach klasse dieser Artikel. Herausgreifen möchte ich die Passage
"Und derjenige, der das E-Book dann kauft, erstellt sogleich eine neue Seite über seriöse Heimarbeit und verkauft ein neues E-Book, das zeigt, wie er mit dem Verkauf von E-Books viel Geld verdient hat. Nach diesem Modell überschwemmen förmlich immer mehr Schrott-Webseiten das Netz."
Du hast ins Schwarze getroffen - das ist ein Rad für "einfallslose Hamster und Pseudo-Marketer".
Ein Perpetuum Mobile für Blogschwachsinn.
beste Grüsse und Alles Gute
Predrag
Im Internet muss man auch richtig arbeiten, wenn man Geld online verdienen will und man sollte nicht schon nach ein paar Wochen aufgeben.
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