Geld verdienen mit AdSense

AdSenseWie bereits angekündigt, starte ich hiermit die Serie Geld verdienen mit… welche im ersten Teil AdSense zum Thema hat. AdSense ist das Ad-Publishing-System von Google, mit dem man thematisch passende Werbeanzeigen auf seiner Webseite einbinden kann. Die Vergütung erfolgt hierbei auf Basis der Klicks (CPC), d.h. als Seitenbetreiber erhält man dann Geld, wenn ein Besucher auf die Anzeigen klickt. Die Höhe der Vergütung richtet sich hierbei nach Thema und Konkurrenz. So viel dazu, was AdSense überhaupt ist. Im Beitrag will auch darauf eingehen, wann sich AdSense lohnt, wie man ein konkretes Projekt in die Tat umsetzt, wie man die Anzeigen am besten einbindet und warum man nicht selbst auf Anzeigen seiner Webseite klicken sollte.

Wann lohnt sich AdSense?

AdSense ist nicht für jede Webseite gleich gut geeignet. Die Klickpreise liegen bei vielen Themen im einstelligen Cent-Bereich, was selbst bei ordentlichen Klickraten nur wenige Einnahmen bringt. Bei solchen Seiten laufen in der Regel Affiliate-Programme besser, insofern natürlich welche vorhanden sind. Bevor man aber testen kann, welche Werbeform am lukrativsten ist, braucht man erst mal nennenswerten Traffic auf seiner Webseite. Wer nur wenige Besucher pro Tag hat (<30), der braucht sich noch keine großen Sorgen um die Integration von AdSense zu machen. Der Fokus sollte zu Beginn eines neuen AdSense-Projekts auf dem Inhalt liegen. Nur wer auf seiner Webseite hochwertige Inhalte liefert, und Artikel schreibt, die 300 Wörter übersteigen, der kann langfristig von AdSense profitieren. Zudem sollte die Themenwahl auf ein Gebiet gerichtet sein, wo auch lukrative AdSense-Anzeigen geschaltet werden.

Lukrative Themen finden

Am Anfang eines neuen Projekts steht das Keywordtool von Google. Damit lassen sich Suchvolumen, Mitbewerberdichte und Klickpreise grob ermitteln. So kann man eine erste Einschätzung machen, welche Themen sich lohnen und welche nicht. Allerdings ist auch hier das Feld für die Keywords am Anfang leer, d.h. man muss erst mal ein paar eigene Ideen einbringen. Diese Ideen können fürs erste persönliche Interessen sein, denn man muss ja später auch Inhalte produzieren und sollte in etwa wissen, was man da schreibt. Im ersten Schritt habe ich für diesen Beitrag mal folgende Begriffe gewählt: Auto, Handy, Versicherung, Promis, Fahrrad, Skateboard, Snowboard und Fussball.

AdSense Keyword-Analyse

Wenn man sich nun die Ergebnisse ansieht, die das Keywordtool ausspuckt, dann ergeben sich schon Hauptthemen, die lukrativer sind als andere. Im Prinzip nimmt man folgende Bewertung vor: (Lokale Suchanfragen / Wettbewerb) x CPC. Damit man an die Zahlenwerte für den Wettbewerb kommt, muss man die Tabelle exportieren. Für die oben stehende Tabelle würde die anschließende Berechnung folgendermaßen aussehen:

AdSense Keyword-Wertberechnung

Was sagt nun diese Berechnung aus? Das Keyword „auto“ wäre am lukrativsten, denn das Suchvolumen ist in Relation zum Wettbewerb und den geschätzten Klickpreisen am höchsten. Bei Promis ist es zwar leicht an gute Rankings zu kommen, dafür sind die Klickpreise gering. Allerdings muss man an dieser Stelle aufpassen. Je allgemeiner ein Keyword ist, desto schwieriger ist es auch, dazu gute Rankings zu bekommen. Für ein funktionierendes AdSense-Projekt muss man sich ein Nischen-Keyword auswählen, dieses kann auch eine Kombination aus einem solchen Haupt-Keyword sein.

AdSense Keyword-Detailberechnung

Für die weitere Vorgehensweise suche ich darum eine Nische im Bereich „auto“. Hierzu bieten sich die Keyword-Ideen an, die Google vorschlägt. Allerdings sollte bei den Keyword-Optionen die Einschränkung „Exakt“ statt „Weitgehend“ gewählt werden. Die Ergebnisse exportiert man wieder und berechnet den Value wie zuvor. Nun sollte man allerdings nicht gleich das erste Ergebnis mit dem höchsten Value nehmen. Das gewählte Keyword sollte mindestens aus 2 Begriffen bestehen und keine explizite Marke sein. In dem Fall wäre z.B. „auto zeitung“ ganz gut, aber da es ein Portal autozeitung.de gibt, ist das Volumen leider nur markenbezogen. Besser wäre da schon „auto anmelden“. Für das weitere Vorgehen wähle ich daher dieses Keyword aus.

Konkurrenz ausloten

Nun geht es darum zu sehen, ob man zu einem Keyword auch Chancen hat. Hierzu wird zunächst Google mit einer Suchanfrage bemüht. Zum Begriff „auto anmelden“ gibt es 46.200.000 Ergebnisse. Die Top 10 sind aber eher schwach besetzt. Platz 1 und 2 werden von kfz-ummelden.de belegt, einer Seite, die vom Inhalt her in etwa dem entspricht, was auch bei dem geplanten AdSense-Projekt erstellt werden sollte. Die Domain hat zwar viele Backlinks, aber nur in etwa 54 Links von verschiedenen IP-Adressen. Der 3 Platz (meldebox.de) hat auch nur wenige Backlinks. Man sollte also mit einer guten Domain und ein paar guten Backlinks schnell in die Top 10 kommen.

Domain besorgen

Nun geht man auf die Suche nach einer passenden Domain, die alle Keywords beinhaltet. In dem konkreten Fall wären z.B. auto-anmelden.eu, auto-anmelden.net und auto-anmelden.org noch frei. Damit sollten sich schon gute Ergebnisse erzielen lassen. Natürlich ist nicht bei allen Keywords immer gleich eine Toplevel-Domain frei, daher kann man auch Zusätze im Domainnamen verwenden. Wer noch keinen Webspace hat, der kann auch gleich einen fertigen Webseiten-Baukasten inkl. Domain verwenden.

Inhalte erstellen

Noch bevor man sich Gedanken über die Integration von AdSense macht, sollte man Inhalte für das neue Projekt erstellen. 10 Unterseiten sollten es im Idealfall schon sein. Die Texte kann man auch über einen Dienstleister (z.B. textbroker.de) für günstiges Geld erstellen lassen. Für 70 Euro bekommt man schon 10 Texte mit jeweils knapp 400 Wörtern und einer guten Qualität. Ebenso sollte man zu jedem Text noch ein passendes Bild organisieren. Diese kann man entweder selbst machen oder bei einem lizenzfreien Portal herunterladen.

Backlinks aufbauen

Damit die neue Seite auch bekannt wird und Google entsprechend die Seite gewichten kann, braucht man Backlinks. Fürs erste sollte man es nicht übertreiben. Man kann ein paar Bookmarks von guten Portalen wie mister-wong.de zur Seite setzen. Ebenso kann man in relevanten Blogs sinnvolle Kommentare hinterlassen und die Homepage mit angeben. Hier aber immer den eigenen Namen verwenden und kein Keyword-Spam betreiben.

Neben solchen einfachen Links kann man auch Links über Artikelverzeichnisse und Gastartikel generieren. Die Texte dafür kauft man auch wieder über einen Dienstleister. In dem jeweiligen Artikel setzt man dann einen Link zur eigenen Webseite und einen Link zu einer Trust-Seite wie Wikipedia. Im ersten Monat sollte man allerdings nur wenige Links aufbauen. Und dann von Monat zu Monat die Links steigern. Im aktuellen Fall sollten 50-60 gute Backlinks von verschiedenen Domains mit unterschiedlichen IPs genügen.

AdSense einbauen

Hat man erste gute Rankings erreicht, kann man AdSense einbauen. Hierzu bindet man am besten die größeren Blöcke ein. Am besten funktionieren Square- und Rectangle-Formate. Die Platzierung erfolgt am Anfang der Seite mit einem umfließenden Text. Ebenso bindet man noch einen Block am Ende der Seite ein. Als dritten Block nimmt man einen Link-Block, den man entweder als Top-Navigation und/oder in der Sidebar aufnimmt.

AdSense Beispiel-Layout

Die Farben der Anzeigen sollten sich dabei am Layout der Seite orientieren. Hintergrund- und Link-Farbe sollten sich genau einfügen und die Anzeigen nicht abgrenzen. Die kann man bei den Link-Blöcken ganz gut machen. Bein den Square- und Rectangle-Formaten sollten die Farben auch so gewählt werden, dass sie den Link-Farben im normalen Content entsprechen. An dieser Stelle muss man die genauen Formate und Farben testen und schauen, welche Einstellungen bessere Resultate liefern.

Nicht selbst klicken

Viele Anfänger machen immer den Fehler, dass sie entweder selbst auf die Anzeigen klicken, weil sie die Integration testen wollen oder weil sie eben denken, sie könnten Geld mit eigenen Klicks verdienen. In beiden Fällen sollte man davon absehen auf die eigenen Anzeigen zu klicken, denn Google erkennt so was recht gut und bei Unstimmigkeiten wird dann sehr schnell der komplette AdSense-Account gesperrt. Also nicht selbst klicken!

Fazit

Mit der entsprechenden Nische kann man durchaus noch mit AdSense Geld verdienen. Allerdings sollte den Seiteninhalte wirklich gut sein, denn die alten MFA-Seiten (Made For AdSense) mag Google nicht und wird diese auch nicht sonderlich gut platzieren. Daher sollte die Inhalte eindeutig sein und einen Mehrwert für den Leser bieten. Daher sollte man sich bei Texterstellung und Themenwahl durchaus Gedanken machen. Zudem muss man sich im Klaren sein, dass man mehrere Monate braucht, bis eine solche Seite gut rankt. Auch die zu erwartenden Einnahmen sind bei Nischen meist nur bei 10-30 Euro pro Monat. Dies sollte man also alles berücksichtigen, bevor man ein eigenes Projekt in die Tat umsetzen will.



7 comments ↓

#1   Thomas Joachim Richter on 08.10.11 at 10:39

Google Adsense ist echt ein interessantes Thema. Auch ich mache seit ca. einer Woche meine Versuche in einem gut besuchten Nischenblog. Allerdings werde ich erst nach 4 Wochen ein Fazit ziehen.

Viele Grüße
Thomas

#2   Nathanael on 08.10.11 at 12:56

Danke Tobias für diesen tollen Artikel. Jedoch zwei Punkte.

1. Die Einnahmen von 10-30 Euro im Monat sind doch sehr gering, sind das eigene Erfahrungswerte? Dann lohnt sich meiner Meinung nach der Aufwand kaum.

2. Ich sehe das ein wenig anders, ich denke es ist wichtig, dass man von Anfang an Adsense eingebaut hat, falls man das will und nicht erst später dieses einfügt. Denn dann ist von Anfang an klar, dass man Adsense einsetzt und ich als Betreiber mit dem Blog auch Geld verdienen will. Durch späteres einsetzen verscheuche ich meiner Meinung nach eventuell Stammleser. Oder hebt sich das mit dem guten Content auf?

Würde mich über Deine Meinung freuen!

#3   Tobias on 08.10.11 at 14:43

Hi Nathanael,

bei dem Beispiel geht es nicht primär um einen Blog. Es soll vielmehr um ein eher statisches Projekt gehen, was nach einem Initialaufwand nur noch eine minimale Pflege benötigt. Die Besucherzahlen werden sich bei solchen Nischen in Grenzen halten, aber der Aufwand später eben auch. D.h. man kann sehr viele solcher Projekte aufbauen und bei 50 solchen Projekten in Summe dann 500-1500 Euro pro Monat machen.

#4   Nathanael on 08.10.11 at 14:44

Danke Tobias, dann habe ich das etwas falsch verstanden und so macht es schon mehr Sinn! 🙂 Freue mich auf den nächsten Teil dieser Serie.

#5   Thomas on 08.30.11 at 00:05

Vielen Dank für die ausführlichen Tips. Können mir gut für mein Vorhaben weiterhelfen. Viel Erfolg weiterhin

#6   Peter on 04.15.13 at 09:47

Gute Artikel und ich freue mich schon auf weitere 🙂

AdSense benötigt kaum ein Aufwand um diese einzusetzen.

Wichtig wäre aber genügend Besucher (unter 100 pro Tag wird wenig laufen)

Auch sollte genügend gute Content vorhanden sein.

Optimieren kann man sicherlich AdSense aber hier sollte keiner der Fehler machen zu viel Zeit darin zu investieren und dann kaum Zeit für gute Inhalte.

Zudem halte ich AdSense eher als sub optimale Einnahme Quelle.

Meist sind die mögliche Einnahmen sehr gering und wer über gute Traffic verfügt, der kann mit andere Programme sicherlich viel besser verdienen.

Auch sollte keiner ein Thema nur deswegen wählen, weil diese ein gute Google Werte aufwiest. Schließlich müssen auch passende Inhalte dazu kommen.

#7   Frank on 04.21.13 at 14:56

Interessanter Artikel. Ich glaube allerdings, dass es mittlerweile auch viele alternative Anbieter gibt, falls man Google#s Firmenpolitik nicht wirklich mag.

Desweiteren bin ich auch der Meinung, dass eine „Keyword“-Domain heute keine große Rolle mehr spielt. Durch intelligente Verlinkungen und natürlich guten Content, kann man auch so, die Suchmaschinen auf seinen Blog, etc. aufmerksam machen.

Backlinks aufbauen über Directories oder Social Bookmarks ist in jedem Fall sinnvoll. Man sollte auch das grosse soziale Netzwerke „StumbleUpon“ dabei nicht unterschätzen. Stumble Upon ist meiner Meinung nach, gerade im deutschsprachigen Raum, sehr unterschätzt, was Traffic Generierung angeht.

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