Geld verdienen mit Partnerprogrammen

In diesem Teil der Artikel-Serie Geld verdienen mit… geht es um die Partnerprogramme. Der letzte Artikel in dieser Serie ist vor knapp einem Monat erschienen, daher dachte ich, es ist mal wieder an der Zeit, etwas in diese Richtung zu schreiben. Zwar hatte ich mir keine fixen Ziele gesetzt, wann jeweils neue Artikel zum Geld verdienen erscheinen, aber so langsam sollte es doch mal vorangehen. In diesem Teil wird es um Partnerprogramme gehen, welche Programme gut sind und wie man sich ein passendes Projekt aufbaut.

Was sind Partnerprogramme?

Unter einem Partnerprogramm versteht man eine Kooperation, die man mit einem Händler oder Dienstleister eingeht. Vermittelt man Kunden oder Interessenten an einen entsprechenden Kooperationspartner, dann bekommt man in der Regel Geld gutgeschrieben. Dies können Verkaufsprovisionen, Vergütungen für Anmeldungen oder Downloads sein. Es gibt daher viele verschiedene Bereiche, in denen man ein Partnerprogramm (auch Affiliate-Programm genannt) eingehen kann. Solche Programme findet man am besten über Affiliate-Netzwerke, in denen die Betreiber ihr Partnerprogramm gelistet haben. Ein sehr gutes Netzwerk ist z.B. Adcell. Man kann oftmals aber auch direkt mit einem Partner zusammenarbeiten, also ohne über ein Netzwerk gehen zu müssen. In diesem Fall sind die Provisionen meist etwas höher.

Partnerprogramm oder Content?

In den meisten Fällen steht man vor der Frage, was man zuerst machen soll: Ein Partnerprogramm zu suchen, was lukrativ ist und dann erst den Content für eine Webseite erstellen, oder umgekehrt? Diese Frage kann man einfach beantworten: Hat man bereits eine bestehende Webseite, die zu einem bestimmten Thema gut läuft, dann kann man sich auf die Suche nach passenden Partnerprogrammen machen. Steht man allerdings noch ganz am Anfang, dann sollte man sich überlegen, zu welchem Thema man sich gut auskennt, und zu welchen Themen es lukrative Partnerprogramme gibt. Allerdings sollte man auch immer berücksichtigen, wie groß die Konkurrenz in einem Themengebiet ist.

Beispiel: Forex-Projekt

Konkret möchte ich das Geld verdienen mit Partnerprogrammen gerne am Beispiel eines Forex-Projekts erklären. Da ich selbst in diesem Bereich aktiv bin und auch weiß, dass man damit Geld verdienen kann. Wer mit dem Begriff Forex nichts anfangen kann, der sollte an dieser Stelle zuerst den Artikel zum Thema Forex-Handel lesen. Dort wird sehr gut gezeigt, was sich dahinter verbirgt.

Um als Affiliate tätig zu werden, braucht man zunächst einmal eine eigene Webseite. Diese kann man sich bei einem günstigen Hoster anlegen, der auch WordPress unterstützt. Mit WordPress kann man relativ schnell starten und erste Inhalte zum Thema produzieren. An dieser Stelle sollte man sich im Vorfeld überlegen, welche Kategorien man auf der Seite bedienen will. Im Forex-Bereich können dies allgemeine Finanznachrichten, Broker-Informationen, Berichte zur Trading-Software und Geld-Tipps sein. Zu jedem dieser Themen sollte man regelmäßig neue Artikel schreiben und veröffentlichen. WordPress bietet sich hier als Basis ganz gut an, denn eine Blog-Struktur eignet sich auch für Affiliate-Projekte sehr gut. Wer wissen will, wie man einen Blog anlegt und erfolgreich macht, der kann dies im kostenlosen E-Book Moneyblogger nachlesen.

Projektaufbau

Hat man nun eine Webseite erstellt und auch erste Inhalte publiziert, dann geht es um die Integration eines passenden Partnerprogramms. Im Forex-Bereich kann man mit den Brokern zusammenarbeiten. Diese vergüten Affiliates auf Basis der von ihnen vermittelten Kunden. Die Vergütung kann hierbei auf Basis eines Festpreises erfolgen, also ein fixer Betrag pro realem Neukunde, oder auf einer prozentualen Basis, dann bekommt man einen Anteil an den getätigten Aktionen (Trades). Da die prozentuale Vergütung in der Regel eine Lifetime-Provision ist – also bezahlt wird, solange der Kunde aktiv ist – ist dies meist die bessere Variante. Zu Beginn ist es eigentlich ganz geschickt, wenn man sich auf einen Broker konzentriert, bzw. das Projekt gezielt für diesen Broker aufbaut. Die besten Erfahrungen habe ich bisher mit dem Partnerprogramm von eToro gemacht. Die Anmeldung ist kostenlos und es stehen sehr viele Tools, Videos und Werbemittel zur Verfügung.

Die Werbemittel verteilt man auf der Seite, allerdings so, dass das Projekt nicht zu überfrachtet wirkt. In der Sidebar kann man z.B. einen dezenten Banner unterbringen, der auf das kostenlose Demo-Konto von eToro hinweist. Ebenso kann man hier aktuelle Kursdaten zu den einzelnen Währungspaaren unterbringen, diese bietet eToro ebenfalls an. Somit schafft man in der Sidebar einen gewissen Mehrwert. Unterhalb oder am Ende eines Artikels kann man mit einer kurzen Textpassage auf eToro hinweisen. Noch besser ist es, wenn man innerhalb des Artikels zum Text passend einen Link setzen kann. Solche weiterführenden Links schaffen ein höheres Vertrauen, als grafische Werbebanner, die viele User gar nicht mehr wahrnehmen.

Inhalte schaffen

Nun kommt der schwierigste Teil des Projekts: Man muss gute Inhalte produzieren! Schlechte Affiliate-Webseiten gibt es wie Sand am Meer. Wer einfach nur ein paar belanglose Texte erstellt und Werbung integriert, der wird nicht erfolgreich sein. Der Besucher der Webseite muss auf den ersten Blick erkennen, dass sich der Betreiber der Seite mit dem Thema auseinandersetzt und nicht nur an die Integration der Werbebanner denkt. Man sollte sich also intensiv mit dem Produkt oder der Dienstleistung auseinandersetzen, die man bewirbt. Im Fall von eToro sollte man sich für einen kostenlosen Demo-Account anmelden und die Trading-Software testen. Man kann hier auch Videos mit seinen Erfahrungen erstellen und später in den eigenen Blog integrieren, so was kommt auch immer gut an.

Links, Links, Links

Damit man innerhalb der Suchmaschinen auch gefunden wird, ist es wichtig, schon zu Beginn an den Aufbau von Backlinks zu denken. Hier kann man ganz einfach andere relevante Blogs verlinken, wo es Sinn macht. Wenn diese Blogs dann Pingbacks zulassen, hat man schon erste Backlinks. Zudem kann man in anderen Blogs oder Forex-Foren sinnvolle Antworten und Kommentare hinterlassen, wenn man dies unter seinem richtigen Namen macht und im Profil einen Link zur eigenen Webseite hinterlässt, dann kann man auch auf diesem Weg gute Verbindungen schaffen.

Social Media

Auch der Social Media Bereich ist bei der Bewerbung von Partnerprogrammen sehr wichtig. Über eine eigene Facebook-Page kann man Interessenten an sich binden und mit neuen Informationen versorgen. Zudem kann man seinen Bekanntenkreis auf das Projekt aufmerksam machen, dies bedeutet eine zusätzliche Initialzündung, wenn man viele Bekannte hat, die ähnliche Interessen verfolgen. Natürlich muss aber auch hierfür der Inhalt des Projekt wirklich gut sein. Denn ohne gute Inhalte werden auch die Social Media Aktionen im Sand verlaufen.

Rechenbeispiel

Am Beispiel des Forex-Projekts möchte ich veranschaulichen, was man bereits mit nur 10 Interessenten pro Monat erreichen kann. Legt man man eine Anmeldequote von 1% zugrunde, braucht man etwa 1.000 Besucher, die die eigene Webseite im Monat besuchen. Natürlich sollten dies Besucher sein, die sich gezielt für das Forex-Thema interessieren. Es nützt also nichts, irgendwelche themenfremde Artikel zu veröffentlichen, um mehr Traffic zu bekommen. Die 10 Interessenten bringen erst mal auch kein Geld, solange sie nur einen Demo-Account eröffnet haben. Sobald aber einer der Interessenten zu einem Echtgeld-Trader wird, bekommt man eine Provision. Aus eigener Erfahrung sind es so zwischen 20-30% der Interessenten, die später auch Echtgeld-Trader werden. Also 2-3 pro Monat, wenn man beim Beispiel bleiben will. Hat man nun eine fixe Provision vereinbart, dann wären dies 400-600 Dollar pro Monat. Bei einer Lifetime-Vergütung von 25% kommt evtl. noch mehr raus, wenn die Trader gut sind und lange aktiv bleiben. Dann steigen die Einnahmen von Monat zu Monat.

Fazit

Mit Partnerprogrammen kann man gutes Geld verdienen, wenn man die Sache solide angeht. Hierzu gehört natürlich auch eine gewisse Vorbereitung. Man muss sich Gedanken über den Domainnamen machen, welche Inhalte man erstellen will und natürlich muss man auch jede Menge Zeit und Arbeit investieren. Zu Beginn wird man sich noch schwer tun, denn Affiliate-Einnahmen kommen nicht von heute auf morgen. Man muss dem Projekt eine gewisse Zeit geben, bis Besucher und Interessenten die Seite überhaupt finden. Langfristig kann man dann allerdings davon profitieren, wenn man seine Webseite entsprechend gut ausgebaut und positioniert hat. Bei Partnerprogrammen mit Lifetime-Vergütung sowieso.



9 comments ↓

#1   Baris on 11.14.11 at 14:09

In Bezug Affiliate habe ich bisher noch nicht gearbeitet, aber sie haben mir Lust auf mehr gemacht…

#2   Christa Herzog on 11.14.11 at 15:16

Du erklärst Partnerprogramme, monetisierst aber deinen Blog nicht sehenswert. Verstehe ich nicht ganz. Du hast ganz gute Besucherzahlen, das solltest du ein wenig nützen. Oder sehe ich da etwas falsch!

#3   Tobias on 11.14.11 at 16:21

@Christa
In diesem Blog setze ich nur dezent auf Partnerprogramme. Man kann einen Blog auch mit Werbung überfrachten, das bringt aber meist nicht viel. Daher setze ich solche Programme lieber auf meinem themenspezifischen Blogs ein, und dort auch nur an Stellen, wo es Sinn macht.

#4   Sven Meissner on 02.23.13 at 20:22

Seit paar Jahren verdiene ich schon Geld im Internet, auch mit Partnerprogrammen. Da ich deswegen keinen Stress habe, kann ich vieles Ausprobieren was sich lohnt bzw. wo es sich lohnt dabei zu sein und wo ich daneben gegriffen habe. Ich kann das nur jedem Empfehlen sich gut und marktgerecht zu informieren. Es bringt mir keine Reichtümer ein, aber meinen Urlaub 2x im Jahr und Autokosten habe ich locker drin.

#5   Andree on 11.14.13 at 15:45

Partnerprogramme sind eine gute und seriöse Einnahmequelle, sollten aber trotzdem mit Bedacht genutzt werden. Nur auf die Provisionshöhe zu achten, bringt häufig nichts ein. Entscheidend ist die Themenrelevanz und Maßhaltigkeit. Testen also am Besten erstmal bei kleineren Projekten, bevor Eure Hauptseite bei Google im Nirvana versinkt.

#6   Remus on 12.14.14 at 01:05

Dem kann ich mich im Grossen & Ganzen anschliessen. Ich selbst setze seit Jahren auf den wohl-dosierten Einsatz von Partnerprogrammen. Als Affiliate und als Merchant 🙂 Das Entscheidende ist – und das wurde schon gesagt – zu wissen, wo und wie man Partnerprogramme erfolgreich einsetzt. Dafür gibt es ein paar einfache aber wichtige Regeln. Ich wünsche allen alles Gute.

#7   Ferdinand Schlüter on 09.17.15 at 10:11

Es stimmt. Partnerprogramme sind wirklich eine gute Möglichkeit, um Geld zu verdienen. In puncto Forex muss ich Dir auch Recht geben. Ein sehr interessantes Feld. Allerdings würde ich persönlich nicht auf etoro setzen, weil der keinen richtigen Meta Trader 4 besitzt. Dieser ist aber notwendig, um professionell(er) mit Forex handeln zu können. Der größte Markt der Welt setzt täglich mit dem Devisenhandel über 5 Billionen Dollar um. Noch bis vor einigen Jahren konnten man erst an 10.000€ einsteigen. Inzwischen kann jeder bereits mit 200€ dabei sein und es langsam hochtraden.

#8   Lars on 11.15.15 at 21:11

auch hier sehr gut erläutert. Ein Konkret-Beispiel am Ganzen wäre noch cool gewesen

#9   Sebbi O. on 03.14.16 at 09:22

Viele Blogs die mit Finanzen zu tun haben machen sich das zu nutze. Broker zahlen ein kleines Vermögen, wenn man ihnen Kunden mit einem Echtgeldkonto zuspielt.
Der Forexbereich hat gerade einen großen Boom. Da ich selbst Blogge und mit Devisen handle, bin ich vor wenigen Jahren auf das Muster gestoßen, welches dahinter steckt. Ich saß in einem Seminar von „tradac.info“ und da kam es mir, dass viele Leute eben mit Partnerprogrammen ihr Geld machen, indem sie die Leute an einen Broker „verkaufen“. Mit dem Forexmarkt hat das nicht immer was zu tun.

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