Eine Analyse des SEO-Wettbewerbs „FullMetalSEO2013“

FullMetalSEO funktioniert mit BacklinksJedes Jahr werden unzählige SEO-Wettbewerbe gestartet und von der SEO-Szene dankend angenommen. Wie viel Zeit manch einer in den Aufbau eines Projekts steckt, um dabei zu sein, ist schon erstaunlich. Zumal die Preise den Aufwand eher selten rechtfertigen.

Worum es geht?

Die Ausgangsbasis ist meist dieselbe: Ein frei erfundenes Keyword gibt den Ton an. In diesem Fall geht es um den Begriff „FullMetalSEO2013“. Zum Startzeitpunkt gab es keine relevanten Treffer für diese Suchanfrage bei Google. Nun haben die Teilnehmer ein paar Wochen Zeit, um eine passende Seite bei Google auf Platz 1 zu bringen. Was natürlich für die erste Seite, die zu diesem Begriff im Google-Index landet, auch kein Problem ist. Mit der Zeit kommen aber immer mehr Seiten hinzu, so dass Google aktuell 204.000 Ergebnisse ausspuckt.

Sinn und Unsinn

Natürlich steht zu allererst die Sinnfrage im Raum: Was bringt es, eine Seite zu einem unrelevanten Keyword nach vorn zu bringen? Die Antwort ist eigentlich auch einfach: nichts! Die Preise sind in diesem Fall „dünn“, und mit Ruhm und Ehre kann man sich eigentlich auch nur kurzfristig schmücken. Der einzige Sinn, der sich erschließt, ist die Tatsache, dass man einen kleinen Einblick bekommt, was bei Google im kurzfristigen Bereich gut funktioniert und was nicht.

Aktuelle Teilnahme

Aktuell habe ich auch eine kleine Satellitenseite im Rennen, die relativ schnell erstellt war und bis jetzt nicht wirklich viel Zeit gekostet hat. Die bisherigen Erkenntnisse sind mit anderen Wettbewerben aus den Vorjahren vergleichbar. Auch im jahr 2013 sind Backlinks das Maß der Dinge. Dicht gefolgt von Freshness – also aktuellen Inhalten. Für den moderaten Aufwand ist aktuell Platz 22 drin gewesen. Andere Teilnehmer publizieren täglich neue Artikel, was mir aber deutlich zu aufwendig wäre.

Spezielle Faktoren

Warum ich allerdings diese Art von Wettbewerb nicht wirklich mag, ist die Tatsache, dass hier ein paar spezielle Faktoren ins Gewicht fallen, die wenig über die „Fähigkeiten“ eines Teilnehmers aussagen. Zum einen ist der First-Mover-Faktor ein gewichtiger Punkt. Da es zum Start keine Rankings gab, ist derjenige, der am schnellsten sein Projekt aufsetzt und regelmäßig mit Inhalten versorgt, praktisch schon auf der Gewinnerseite. Zum anderen ist die Authority eines Projekts nicht eingeschränkt. D.h. man kann auch eine etablierte Seite nehmen und dort eine passende Unterseite erstellen. Würde z.B. der Spiegel über den Wettbewerb berichten, wäre ohne weiteres Zutun eine Top 10 Position drin.

Wie es besser geht?

Interessanter sind dann schon Wettbewerbe, die ein bereits umkämpftes Keyword als Basis haben und zusätzlich eine neue Domain erforderlich ist. Ein solcher Wettbewerb läuft aktuell unter dem Titel „Blackhat SEO Challenge 2013„. Zu gewinnen gibt es etwas mehr als ein Tablet. 😉 Allerdings dürfte es hier deutlich schwieriger sein, die bereits gelisteten Nicht-Teilnehmer aus den Top 10 zu verdrängen. Daher bietet ein solcher Contest deutlich bessere Einblicke, wie Google in der Praxis „tickt“.



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