Tipps zur Landingpage-Optimierung mit Eyetracking-Software

EyetrackingBei einer Landingpage kommt es darauf an, den Besucher schnell zu fesseln und zu einer Aktion zu anmieren. Ob dies nun eine kostenlose Anmeldung (Lead) oder ein direkter Verkauf ist, spielt dabei keine Rolle. Wichtig ist, dass man die Aufmerksamkeit des Besuchers innerhalb von wenigen Sekunden gewinnt und den Fokus gezielt auf die gewünschte Aktion lenken kann. Damit man hier allerdings nicht im Trüben fischt, ist es wichtig, die Landingpage zu optimieren, damit möglichst kein Besucher „verloren“ geht. Eine solche Optimierung kann man entweder sehr kostspielig mit Hilfe einer echten Eyetracking-Studie durchführen – oder wesentlich günstiger mit einer Software, die Eyetracking-Daten auf Basis verschiedener Algorithmen „simuliert“.

Klassisches Eyetracking

Beim klassichen Eyetracking braucht man eine ganze Reihe an Testpersonen, die jeweils zu Analysezwecken die zu optimierende Landingpage vorgesetzt bekommen. Nun wird mit Hilfe einer speziellen Eyetracking-Brille oder eines Eyetracking-Bildschirms die Position der Blickrichtung zu einem bestimmten Zeitpunkt ermittelt. Auf Basis dieser Werte bekommt man ein relativ klares Bild, wohin die Testpersonen schauen und welche Bereiche im Fokus stehen. Hier ein klassiches Bild einer solchen echten Analyse:

Eyetracking-Heatmap

Die besonders aufmerksamkeitsstarken Bereiche sind rot eingefärbt. In dem Beispiel liegt der Fokus klar auf dem Firmenlogo, dem Menü und dem ersten Absatz im Text, sowie auf den Aufzählungspunkten und dem kleinen Bild. Bei einer so schlichten Seite, ist dies allerdings nicht weiter verwunderlich. Das Beispiel soll nur zeigen, wie gut Eyetracking-Daten sind, die von einer Software berechnet werden. Denn eine solche klassische Analyse ist nicht nur zeitaufwendig und teuer, sonder auch sehr unpraktikabel, wenn man verschiedene Design-Anpassungen an der Landingpage auf’s Neue testen will.

Berechnetes Eyetracking

Mittels mathematischer Modelle ist es möglich, die Salienz innerhalb eines Bildes zu erkennen. Eine Eyetracking-Software macht also einen Screenshot einer Webseite und erstellt auf Basis von diesem Bild eine Matrix, in der die Salienz-Punkte enthalten sind. Ein solcher Algorithmus bedient sich gewisser Regelmäßigkeiten, die beim Betrachten eine Anwendung finden. So beginnen die meisten Menschen beim lesen eine Textes von Links oben und arbeiten sich nach rechts unten durch (ausgenommen Personen aus arabischen Ländern). Ebenso beginnt die erste Bildbetrachtung meist mittig zentriert. Daneben gibt es für Webseiten gewisse Regelmäßigkeiten wie das F-Schema. Kurzum: Der Aufmerksamkeitsverlauf ist in einem bestimmten Maß berechenbar. Und wie eine so berechnete Eyetracking-Simulation aussehen kann, wird hier gezeigt:

Eyetracking-Simulation

Es wurde dieselbe Webseite aus dem ersten Beispiel mit dem Analyse-Tool scoreweb getestet. Das Online-Tool analysiert neben klassichen SEO-Seitenparametern auch die Aufmerksamkeit. Wie man in dem Bild sehen kann, sind die ermittelten Bereiche recht ähnlich, auch wenn die Intensität im Textbereich etwas schwächer dargestellt wird, bietet eine solche Analyse einen aussagekräftige Bewertung des Layouts einer Webseite. Da die Analyse in wenigen Sekunden erstellt werden kann, ist sie zudem deutlich praktikabler als eine echte Eyetracking-Studie.

Landingpages im Vergleich

Das oben stehende Beispiel ist allerdings noch etwas praxisfern, wenn es um die Optimierung von Landingpages geht. Da es sich um eine „normale“ Webseite handelt. Daher will ich an dieser Stelle ein paar Landingpage-Beispiele aus der Praxis zeigen. Hier sind drei über den Dienst Unbounce optimierte Landingpages: Beispiel 1, Beispiel 2 und Beispiel 3. Wohlgemerkt handelt es sich hier um Landingpages, die bereits optimiert sind und eine hohe Conversion haben. Nachfolgend gibt es nun die von scoreweb berechneten Heatmaps.

Beispiel 1

Landingpage Beispiel 1

Beispiel 2

Landingpage Beispiel 2

Beispiel 3

Landingpage Beispiel 3

Wie man in den drei Beispielen schön sehen kann, liegt der Fokus immer auf den Bereichen mit den wesentlichen Kernaussagen und der Call-to-Action. Man kann eine solche Optimierung natürlich mit Diensten wie Unbounce oder anderen A/B-Testing-Tools machen, hier ist der Nachteil aber auch, dass Änderungen nicht sofort getestet werden können, da es immer eine gewisse Anzahl an Usern und Zeit braucht, bis der A/B-Test aussagekräftige Werte liefert.

Empfohlene Vorgehensweise bei der Landingpage-Optimierung

  1. Zunächst sollte man verschiedene Landingpage-Varianten gestalten.
  2. Diese Varianten analysiert man mit einem Tool wie scoreweb.
  3. Es folgen Anpassungen der Landingpages (Farben, Buttons, Texte, Schriftgrößen, Bilder).
  4. Die angepassten Varianten werden erneut mit scoreweb getestet.
  5. Die besten Varianten gehen in einen echten A/B-Test.

Der große Vorteil bei dieser Vorgehensweise ist, dass man sowohl Zeit und Kosten spart, da die initiale Erstellung der Landingpages sofort getestet werden kann und somit deutlich hochwertigere Landingpages für finale A/B-Tests zur Verfügung stehen.

3 kostenlose Analysen

Wer das Analyse-Tool auch mal ausprobieren will, kann scoreweb kostenlos testen. Nach der Anmeldung können 3 Aufmerksamkeits-Analysen durchgeführt werden. Hierbei kann man entweder direkt eine Webseite testen, die bereits online ist. Oder man lädt den Screenshot einer Webseite hoch.



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