Existenzgründung mit einem Online-Shop

Gewinnmaximierung bei eBayZunächst will ich einen Blick auf die Punkte werfen, die für jeden Existenzgründer von vitaler Bedeutung sind. Um als Selbständiger erfolgreich zu sein, und sich dauerhaft auf dem Markt zu behaupten, muss man neben viel Enthusiasmus über eine eiserne Disziplin, großen Durchhaltewillen und einen gut ausgeprägten Realitätssinn verfügen. Wenn man sich in seiner Begeisterung für das Projekt Selbstständigkeit die Welt „schönrechnet“ und sich unrealistischen Erwartungen hingibt (z.B. schnell Millionär zu werden), dann sind die Pläne von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Bevor die endgültige Entscheidung fällt, welche Produkte man in seinem Online-Shop verkaufen will, sollte man ein wenig Marktforschung zu betreiben, um herauszufinden, wie viel Konkurrenz bereits in diesem Segment tätig ist und zu welchen Preisen die Produkte angeboten werden. Wenig Konkurrenz muss dabei nicht zwangsläufig positiv sein, sondern kann auch als ein Zeichen für geringe Nachfrage gesehen werden.

Geschäftsmodell und Finanzbedarf planen

Man sollte sich in jedem Fall genau überlegen, wie man sich positiv von den Mitbewerbern abheben kann (z.B. über den Preis oder den Service). Als nächstes geht es daran, mit „spitzem Bleistift“ zu rechnen und den Finanzbedarf zu planen. Wie viel Geld wird gebraucht? In welcher Höhe stehen eigene Mittel zur Verfügung? Welche Summe muss finanziert werden? Dabei muss man bedenken, dass neben dem Wareneinkauf und der Geschäftsausstattung auch die Kosten für den laufenden Betrieb einkalkuliert werden müssen. Dies sind z.B. Telefon- und Internetgebühren, Strom, Druckerpapier, Farbpatronen, Miete für den Webspace und die Betriebshaftpflichtversicherung. Neben einer privaten Krankenversicherung ist unter Umständen der Abschluss einer Verdienstausfallversicherung sinnvoll. Last but not Least müssen auch die privaten Lebenshaltungskosten in diese Berechnungen einfließen. Nachdem man ein solides Fundament geschaffen hat, steht mit der Gewerbeanmeldung beim Gewerbeaufsichtsamt der nächste Schritt auf dem Programm. Wichtig: Erst nach der Gewerbeanmeldung kann man die Rechnungen für Wareneinkauf usw. steuerlich geltend machen. Zudem sollte man sich im Klaren darüber sein, dass zuerst alle Gläubiger (Lieferanten, Banken, Finanzamt) befriedigt werden müssen, bevor der erste Cent in die eigene Tasche fließen kann.

SEO-optimierte Shop-Software

Die Wahl der passenden Online-Shop-Software ist von entscheidender Bedeutung. Am besten entscheidet man sich für eine Software eines Anbieters, die sich flexibel an die individuellen Bedürfnisse anpassen lässt. Dies betrifft nicht nur die graphischen Gestaltungmöglichkeiten, sondern vor allem sollte man darauf achten, dass sowohl Artikeldatenbank und Rechnungslegung unkompliziert zu handhaben sind. Im Idealfall verfügt die Software über eine integrierte Fibu (Finanzbuchhaltung) oder ist mit einer entsprechenden Schnittstelle ausgestattet. Ebenso sollte die Software auf die effektive Nutzung von SEO (Search Engine Optimization, bzw. Suchmaschienenoptimierung) ausgelegt sein. Neben einer klaren übersichtlichen Struktur der Shop-Seite, mit einem einfachen Bestell- und Zahlungssystem, ist SEO einer der zentralen Faktoren, die über den Erfolg entscheiden. Stark vereinfacht ausgedrückt, geht es dabei um die Verwendung von passenden Keywords, die das Angebot beschreiben. So „wissen“ die Suchmaschinen wie Yahoo, Google & Co. worum es auf der Homepage geht.

Um ein möglichst gutes Ranking zu erreichen, und mit dem Shop auf der ersten Seite (im Idealfall an erster Stelle) in den Suchergebnissen zu stehen, müssen diese Keywords in bestimmter Häufigkeit auf Ihrer Seite vorkommen. Sie können diese sowohl in die Meta-Description, in die Beschreibungen der Produktbilder als auch in den Texten des Shops einbauen. Gerade bei den Texten (Begrüßungstext, Kategorie- und Produktbeschreibungen) ist unbedingt darauf zu achten, dass eine Überfrachtung mit Keywords sich als negativ herausstellen kann. Informationsgehalt geht verloren und der Text wirkt im schlimmsten Fall penetrant. Als ganz grobe Faustregel gilt, dass ein Schlüsselword zwischen 1%-3% des Textkörpers belegen kann. Dies ist jedoch lediglich als Orientierung zu sehen. Man sollte viel mehr darauf achten, dass sich die Texte für die Kunden leicht und flüssig lesen lassen, sowie alle relevanten Informationen enthalten und einen Mehrwert bieten.

Social Media als zusätzlichen Verkaufskanal nutzen

70-80% aller Verkäufe im Präsenzhandel erfolgen auf Grundlage persönlicher Sympathie. Neben einem perfekt gestalteten, kundenfreundlichen Webshop, der alle Kriterien von zeitgemäßen SEO-Maßnahmen berücksichtigt, sollte man daher eine weitere Möglichkeit für die erfolgreiche Vermarktung der Produkte nutzen. Mit dem sogenannten Social-Media-Marketing bietet sich die Chance, über Kanäle wie Twitter, Facebook und Google+ zusätzliche Interessenten auf das Angebot aufmerksam zu machen, und darüber hinaus einen persönlichen Kontakt zu den Kunden aufzubauen. Hier bietet sich die Gelegenheit, diesen zu zeigen, dass sie auch als Personen und nicht nur als Kundennummern wahrgenommen werden. Dies schafft Vertrauen und ist eine gute Grundlage für eine langfristige Kundenbindung.



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