Tipps zur Suchmaschinenoptimierung im Jahr 2015

Tipps zur SuchmaschinenoptimierungJeder möchte auf dem ersten Platz bei Google stehen. Zahlreiche „geheime“ Vorgehensweisen und Tipps von SEO-Experten sollen dabei helfen, die Spitzenpositionen in den bekannten Suchmaschinen zu erklimmen. Über die Jahre hat sich viel verändert, und was vor 10 Jahren bei der Suchmaschinenoptimierung noch gut funktioniert hat, funktioniert heute nicht mehr.

Altes Thema: Content oder Links? Content!

Ich hatte es 2009 schon in einem knappen Blog-Beitrag gesagt: Guter Content ist Gold wert. Und dieses Prinzip ist auch die Basis im Jahr 2015. Zuerst kommen die Inhalte, dann kommen die Rankings. Das war nicht immer so, bzw. noch heute bestätigen Ausnahmen die Regel.

Backlinks sind aktuell immer noch ein wichtiger Faktor, um entsprechende Trust-Signale an Google zu senden. Allerdings ist das längst nicht mehr so einfach, wie es vielleicht noch 2005 der Fall war. Damals hieß es: Viel hilft viel! Heute lautet die Devise: Weniger ist mehr. 😉

Gerade beim Thema Backlinks reichen oft schon wenige Links aus, um einer Seite einen entsprechenden Schub zu verleihen. Zu viele Links wirken sich dann auch schnell mal negativ aus. Wichtig ist hierbei nicht nur, dass ein Link immer eine sehr hohe Themenrelevanz hat, d.h. die Seiten, die einen Link setzen, sollten das gleiche Thema behandeln und ebenso einen hohen Trust bei Google haben.

Untergehende Linkmarktplätze

Was in diesem Zusammenhang gar nicht mehr funktioniert, sind Artikelportale oder billig eingekaufte Artikel auf den gängigen Artikelmarktplätzen. Das Hauptproblem ist hier meistens die fehlende Themenfokussierung. Die Link-gebenden Webseiten greifen sehr oft alle erdenklichen Themen auf und verwässern ihr Profil so stark, dass ein Link hier so irrelevant wird, dass er keine positiven Signale mehr liefert.

Zudem verkaufen viele Seitenbetreiber unzählige Artikel und schreiben praktisch keine eigenen Inhalte mehr. Artikel ohne externe Links gehören bei einer normalen Webseite genauso dazu, das vergessen leider viele Artikelhelden, und somit bekommen die Anbieter solcher Artikel und dadurch letztlich die Marktplätze immer mehr Probleme. Everlinks hat den Betrieb schon eingestellt, weitere Anbieter werden mit Sicherheit in den nächsten Jahren folgen.

Noch schlimmer ist die Vorgehensweise der Linkkäufer: Hier scheinen fast 90% nichts gelernt zu haben. Ich bekomme immer wieder etliche anfragen, ob ich nicht einen Artikel veröffentlichen kann und einen Link mit einem Linktext wie „Kredit günstig“ darin platzieren kann. Weitere externe Links sollen möglichst auch nicht verwendet werden. Allein ein solcher Artikel kann den Trust eines ganzen Webprojekts gefährden.

Und genau diese Tatsache macht es auch immer uninteressanter, selbst Artikelplätze einzukaufen. Selbst wenn man den Artikel sorgfältig plant, den Inhalt mit einem Mehrwert versieht und einen gesunden Linkmix im Artikel unterbringt, besteht immer noch die Gefahr, dass die anderen Artikel auf der gleichen Webseite völliger Schrott sind und den eigenen Artikel mit in die Tiefe reissen.

Gezieltes Content-Seeding

Was heutzutage viel besser funktioniert, ist gezieltes Content-Seeding, was man aber nicht mit dem Kaufen von Artikelplätzen verwechseln darf! Hier geht es viel mehr darum, einen guten Artikel, den man im eigenen Blog verfasst hat, über verschiedene Kanäle zu streuen. Ein Sharing bei Twitter, Google+ und Facebook ist da natürlich keine Magie und nur der Anfang.

Ein besseres Seeding erzielt man über indirekte Promotion. Die Zeiten sind vorbei, in denen man in Foren oder Blog-Kommentaren seine Links auf den eigenen Blog-Artikel hinterlassen hat. Das unterbinden die meisten Seitenbetreiber inzwischen sowieso. Unter einer indirekten Promotion versteht es sich, einen neutralen Teaser-Inhalt zu erstellen, der problemlos verlinkt werden kann, und über diesen Teaser-Inhalt dann den eigenen Blog-Artikel zu verlinken.

Wie kann ein solcher Teaser-Inhalt aussehen? Ein simples Youtube-Video tut es meistens schon. In diesem Video greift man das Thema des Blog-Artikels auf und gibt neutrale Tipps. Einen Link zu einem Youtube-Video kann man nun ganz gut in Foren oder anderen Blogs hinterlassen, wenn das Video eine Frage beantwortet. Die meisten Seitenbetreiber haben mit Links zu großen Trust-Seiten wie Youtube kein Problem. Unterhalb des Videos verlinkt man dann seine eigene Webseite. So erhält Google einige Trust-Signale und kann der Zielseite auch eine hohe Themenrelevanz beimessen.

Kleine Content-Seeding-Aktionen reichen hier meistens schon aus. Es reichen 1-2 solcher indirekten Links, um hier schon etwas zu bewegen.

Geduld

Es ist ebenso wichtig, geduldig zu sein. Hat man einen guten Inhalt erstellt und diesen entsprechend im Web „gestreut“, muss man erst mal warten. Ein Monat, zwei Monate, ein halbes Jahr oder noch länger. Es kann sehr, sehr lange dauern, bis ein Inhalt die Suchergebnisse von hinten aufrollt. Ich habe in der letzten Zeit etliche Projekte gehabt, die ohne aktives Linkbuilding – d.h. nur mit möglichst natürlichen Seeding-Aktionen – nach einem Jahr Top-Platzierungen bei Google erreicht haben.

Fazit

Wer mit Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung seine Rankings verbessern möchte, muss zuerst hochwertige Inhalte auf seiner eigenen Webseite aufbauen. Ratgeber-Artikel, Anleitungen, Erklärungen, Tipps und Tricks. Die Liste mit möglichen Inhalten ist lang. Das Aufbauen solcher Inhalte erfordert viel Arbeit und viel Zeit. Davor scheuen viele Unternehmen zurück. Aber es ist zwingend notwendig. Erst mit solchen Inhalten ergeben kleinere Seeding-Aktionen einen Sinn und die hochwertigen Backlinks kommen mit der Zeit von selbst. Wer dann noch die notwendige Ausdauer mitbringt, kann innerhalb von 12 Monaten gute Erfolge erzielen.



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